Brauchen wir die wirklich…?

25 04 2009

Heute Abend geht es wieder los: Wie jeden Sonnabend begeben sich Deutschlands Fernsehzuschauer auf die Suche nach einem potentiellen Superstar. Doch da wir den Ablauf der Sendung bereits verinnerlicht haben (Daniel Schuhmacher ist der Superstar, Dominik Büchele ist langweilig, Annemarie Eilfeld ist kacke und Sarah Kreuz… ja, die singt eben), brauche ich mich zum ganzen Konzept dieser Ausstrahlung nicht mehr zu äußern.Unabhängig davon, was ich von der Castingshow halte, habe ich in den letzten Tagen recherchiert und herausgefunden, dass Deutschland das Land mit der höchsten Formatvielfalt im Bereich Casting ist. Ich wiederhole: Nicht mal die Vereinigten Staaten haben so viele verschiedene Castingformate wie wir.

Interessant: In einer bekannten Internet-Enzyklopädie gibt es eine Liste aller Shows. Gerade mal zwei Drittel waren mir bekannt, der Rest war mir bisher entgangen. Diese unglaubliche Vielfalt spornte mich zum Nachdenken an. Und getreu dem Motto „Mit irgendwas lässt sich immer Quote erzielen“ kommen nun hier meine Vorschläge für die fünf neusten Castingshowformate. Und da ja in der Fernsehbranche bekanntlich viel nachgemacht und agbeschaut wird, sind auch diese fünf Formate gecovert. Vielleicht kann ich die ja für viel Geld verkaufen…

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topmodel_artGermany’s Next Pleitegeier
Hintergrund: Die Wirtschaftskrise rüttelt an allen. Ob große, kleine oder mittlere Unternehmen, alle haben zu leiden. Zeit, den nächsten Pleitegeier zu suchen!
Ablauf: Bankrotte Firmen können sich bewerben. Nach Offenlegung ihrer Buchhaltung wird in einem komplizierten Hut-Wahl-System der am meisten Bankrotte bestimmt.

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bigbrother_artBig Sister
Hintergrund: In Talkshows, den ersten Castings von DSDS oder Beratungssendungen sieht man sie immer wieder: Dicke Frauen, die sich die Klamotten vom Leib reißen.
Ablauf: Die dicksten Frauen mit der wenigsten Kleidung bewerben sich. Per Waage wird eine Top 10 bestimmt, dann bestimmen die Zuschauer per Telefonvoting. Schwere Wahl!

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superstar_artDeutschland sucht den Superarbeitslosen
Hintergrund: Die Arbeitslosenquote lässt heute niemanden kalt. Besonders nicht die Arbeitslosen. Doch wer trinkt, raucht und schläft am meisten?
Ablauf: Alle Arbeitslosen, die in nachmittäglichen Talkshows auftreten, werden automatisch zu Kandidaten. In Wettbewerben wie „Wettschlafen“ wird der King gekürt.

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uri_artThe next Harri Mehdorn: Unglaubliche Verspätung live!
Hintergrund: Die Bahn verspätet sich andauernd. Doch wer kann die längsten Wartezeiten produzieren? Wir suchen denjenigen!
Ablauf: Das Unternehmen „Bahn“ wird nacheinander, jeweils über einen Zeitraum von einer Woche, von einem der Kandidaten geleitet. Der mit der meisten Verspätung gewinnt.

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dschungel_artIch bin kein Star – Bringt mich hier rein!
Hintergrund: Nicht immer müssen Leute aus dem Dschungel geholt werden. Man kann sie auch mal hineinschicken! Wer wird der Dschungelkönig?
Ablauf: Die Bewerber müssen verschiedene Promi-Prüfungen bestehen. Der Gewinner darf in den Dschungel, um Dirk Bach und Sonja Zietlow die Füße zu massieren.

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Wir brauchen noch mehr Superstars und viel mehr Castingshows! Also, liebe Fernsehmanager, legt euch in’s Zeug!

Es grüßt
Flo





Essen ist der Sex des Alters…

23 04 2009

Wer kennt nicht diesen Spruch, mit dem ältere Menschen, insbesondere Männer, gern eine Rechtfertigungsmöglichkeit für Impotenz und Fettleibigkeit suchen? Ich kenne ihn und habe ihn von verschiedenen Leuten in meinem näheren sozialen Umfeld oft genug gehört. Jedoch, und das gebe ich zu, habe ich mir nie Gedanken über den wirklichen Zusammenhang zwischen diesen beiden Genüssen, Essen und Sex, gemacht. Dabei fand ich erst kürzlich einen neuen Trend, zu welchem ich mich unbedingt äußern muss. Sollte die nun folgende Erörterung etwas anzüglich wirken, bitte ich, das zu entschuldigen.

Die heutige Jugend wird immer fetter. Das ist so, hinter diesem Klischee brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wie es schon Stefan Bonner und Anne Weiss in ihrem Buch „Generation doof“ beschrieben (ich greife dieses Werk immer wieder gern auf), so verhält es sich tatsächlich. Doch nicht nur die Aufklärung in Sachen Ernährung scheint etwas verkappt zu sein, auch im Bereich Sexualität scheint an einigen Ecken und Enden etwas zu fehlen. So glauben beispielsweise sechs Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren, dass Frauen nur schwanger werden können, wenn sie beim Sex einen Orgasmus haben. Weitere elf Prozent halten die Regelblutung während des Sex für eine wichtige Voraussetzung für die Empfängnis der Frau. Kombinieren wir das „enorme“ Gesundheitsbewusstsein nun mit dem „enormen“ Wissen über Sexualität, kommen wir zum neuesten Trend unter Fast-Food-Liebhabern: Dem McGangbang.

Sie haben richtig gehört: McGangbang. Gangbang, das neudeutsche Wort für Gruppensex mit mehreren Männern, findet hier eine völlig neue Anwendung. Und so geht es: Man kaufe sich einen McChicken und zwei Cheeseburger. Dann folgt etwas Bastelarbeit: Die Cheeseburger werden so auseinandermontiert, dass dem Freund des kultivierten Essens eine untere und eine obere Brötchenhälfte, jeweils mit Burgerfleisch darauf, bleibt. Zwischen diese beiden „Halbburger“ wird nun der McChicken platziert. Fertig ist er, der McGangbang. Ein Huhn zwischen zwei Bullen.

Wie verschiedene Internetseiten berichten, erfreut sich dieses kulinarische Werk zwar allgemeiner Freunde bei den Kunden des großen Fastfood-Konzernes, die Mitarbeiter in den Filialen reagieren jedoch teilweise etwas ungehalten, wenn man direkt einen McGangbang bestellt. Die Bastelarbeit bleibt also die Aufgabe des Kunden. Wer weiß, was die kreativen Köpfe der verfetteten Jugendlichen noch produzieren, wenn die Konzernleitung weiterhin tatenlos zusieht. Da wird aus einem seitlich aufgeschnittenen Brötchen ohne Belag schnell der „McMuschi“, auch erhältlich mit Ketchup als „McPeriode“. Ein doppelter McChicken wird zum „McLesbe“ und ein zehnstöckiger Whopper zum „McChristopherStreetDay“. Warum eigentlich nicht? Schließlich heißt es in der Werbebranche „Sex sells“. Und so wie andere Themenwochen läge mit Sicherheit auch eine Woche „Porno-Fastfood“ voll im Trend…


Fröhliches Schlemmen!
Flo





Kleine Änderungen und Neuigkeiten

23 04 2009

Ich hatte gerade nichts zu tun und habe deshalb mal etwas am Layout herumgebastelt. Ich hoffe, es gefällt allen, die sich hier umschauen.

Weiterhin habe ich beschlossen, diese Seite auch zu einer Art Homepage zu machen. Vorrangig wird sie aber Blog bleiben. Ich habe sie nur um eine Linksammlung und einen Unterpunkt „Reportagen und Berichte“ ergänzt. Viel Spaß beim Lesen. Sollte jemand in die Linksammlung möchten, einfach melden.

Viele Grüße
Flo





Der Selbstversuch: Fahren und fahren lassen.

23 04 2009

Momentan lasse ich ab und zu noch einen fahren. Meinen Fahrlehrer nämlich. Denn richtiges Vertrauen habe ich in den kleinen Opel der mir angetrauten Fahrschule noch nicht.

Ja, liebe Leser, richtig gehört: Florian – ich werde niemals Auto fahren – Thalmann, meine Wenigkeit, hat sich tatsächlich dazu hinreißen lassen, mit der Fahrschule zu beginnen. Und, das muss ich hier sagen, entgegen meinen Vermutungen des eventuell auftretenden Herzversagens im Auto läuft es bisher ganz gut. Wie gesagt, bisher. Doch beginnen wir von vorn.

Mittwoch, 4. März 2009: Am Nachmittag betrete ich zehn Minuten vor Beginn des Unterrichts die Räumlichkeiten der Fahrschule. Ein freundlich wirkender Lehrer hat seinen Platz eingenommen. Auch in den Reihen der Schüler sind schon Plätze belegt, nämlich keine. Ich bin allein. Das kann ja heiter werden, denke ich. Doch plötzlich betritt ein junger Mann in meinem Alter den Unterrichtsraum. Toll, denke ich, noch so einer. Er setzt sich. Mitten im akademischen Viertel betritt ein weiterer Herr den Raum, um sich für den nächsten Theoriekurs anzumelden. Er duftet verführerisch nach Alkohol. Der Mann unterschreibt und verspricht, seine eigene Telefonnummer bis zum nächsten Mal aus dem Telefonbuch herauszusuchen, da ihm diese spontan nicht einfällt. Dann verlässt er den Raum. Super, denke ich, da waren’s nur noch zwei. Und dabei bleibt es vorerst.

Die Theoriestunden plätschern so vor sich hin. Interessant ist es tatsächlich. Besonders der älteste Schüler, der später zu uns stieß und nun nicht mehr verführerisch nach Alkohol duftet, versüßt uns das graue Lehrmaterial.

Fahrlehrer: „Wenn wir berechnen wollen, wie viele Meter wir bei einer bestimmten Geschwindigkeit in der Sekunde fahren, wie machen wir das?“
Schüler: „Weessch’ ne!“
Fahrlehrer: „Die Formel lautet: Geschwindigkeit in Stundenkilometern durch zehn mal drei. Wenn du mit dreißig eine Straße entlang fährst, wie lang ist dann der Weg in einer Sekunde?“
Schüler: „Weessch’ ne!“
Fahrlehrer: „Na, rechne doch mal. Dreißig durch zehn ist…?“
Schüler: „Keene Ahnung.“
Ich (grinsend): „Fünf.“
Schüler (voller Ernst): „Ja, genau, fünf.“
Lehrer (grinsend): „Genau.“

Irgendwie erinnert mich das an das Buch „Generation doof“. Schade nur, dass der Schüler, seinem Alter nach, nicht zu jener Generation gehört. Die Ursachen für diesen Fauxpas müssen also woanders liegen. Schön war’s trotzdem. Besonders, als ich am Gründonnerstag zur Prüfung antreten durfte.

Ich habe leichte Anflüge von Panik, da sich mein Wissen im technischen Bereich leider dem Nullpunkt ziemlich stark annähert. Als ich in den Prüfungsraum betrete, sitzen da zehn andere Prüflinge. Als ich den Prüfungsraum fünfzehn Minuten später mit vier Fehlern und bestandener Prüfung verlasse, sitzen die zehn noch immer. Yeah, baby!

Am vergangenen Montag ging es dann richtig los: Gegen 15 Uhr schiebe ich mich erstmalig hinter das Steuer des kleinen Fahrschul-Opel. Ein komisches Gefühl. Entgegen meinen Erwartungen klappt alles Reibungslos. Beim Üben auf einem verlassenen Parkplatz nimmt mir jedoch ein Kleingärtner die Vorfahrt. Ich bin froh, dass es auf der Seite des Fahrlehrers eine zweite Bremse gibt, sonst hätten die Radieschen sicherlich etwas warten müssen.

Gestern bin ich zum zweiten Mal gefahren und ich muss sagen, dass das Gefühl, in einem Auto zu sitzen, gar nicht so schlecht ist. Auch wenn mir meine Mitmenschen nicht ganz trauen.

„Hallo. Ich bin zu Hause, du kannst jetzt also losfahren.“
(SMS eines Freundes)

Und auch wenn ich gleich mehrfach Unglück hatte, hat alles einigermaßen funktioniert. Zum ersten suchten wir uns für die allererste Fahrt im richtigen Straßenverkehr die Straße mit den wahrscheinlich meisten Schlaglöchern in ganz Deutschland aus, was mich dezent irritierte. Als ich dann so gemütlich vor mich hinfahre, zeigen mir die anderen Teilnehmer des Straßenverkehrs gleich, wie man richtig und ungefährlich überholt, nämlich direkt vor einer Bergkuppe mit Rechtskurve, starkem Gefälle auf der anderen Seite der Steigung und Gegenverkehr. Selbstverständlich, als wäre das Glück noch nicht perfekt, beginnt es plötzlich auch noch wie aus Kannen zu Gießen. Und als mir dann noch im Bad Schandauer Zentrum auf der Kreuzung vor dem absoluten Jugend-Szene-Café, in welchem viele Bekannte von mir speisen, trinken, plaudern und kellnern, die Karre verreckt, ist mein Tag gerettet.

Trotzdem hätte ich mir das Ganze wesentlich schlimmer vorgestellt. Ich werde Sie, liebe Leser, über meine Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Es grüßt
Flo





Lange Pause

3 04 2009

Fast einen Monat ist es her, dass ich hier, in meinem Blog, den letzten Eintrag veröffentlichte. Gut, ich gebe zu, ich bin nachlässig geworden, hatte jedoch große zeitliche und gesundheitliche Probleme. Ich hoffe, das wird sich zukünftig geben. Demnächst wird es in gewohnter Manier weitergehen.

Es grüßt
Flo





Der Dicke und der Bohlen

5 03 2009

Es ist die Sensations-Kopfschüttel-Meldung des Tages: Der fülligste Moderator Deutschlands hat die Klappe aufgemacht. „Dirk Bach schießt scharf gegen DSDS“ war heute auf vielen Internetseiten und in Zeitungen zu lesen. Und ja, das tat er auch. „Ich kann gut nachvollziehen, wenn man solche Sendungen für Volksverdummung hält“, sagte er gegenüber der BILD über die RTL-Castingshow unter der Schirmherrschaft von Dieter Bohlen.

Die Moderatorenmurmel, Entschuldigung, Dirk Bach, ist selbst jährlich im australischen C-Promi-Dschungelcamp zu sehen, wo er sich mit allem, nur nicht mit Ruhm, bekleckert. Neben seiner Co-Ansagerin und Ranking-Queen Sonja Zietlow („Wir kommen nun zur Nummer eins unserer Top drei der zehn sieben größten Weltwunder und reisen dazu in die Nummer zwei der fünfzehn sieben schönsten Kontinente“) macht er dabei in Sachen Lästerei nicht immer eine gute Figur. Wahrscheinlich wird es deshalb jetzt Zeit, etwas nachzulegen und auch die härteren Geschütze aufzufahren. Doch woher die Kritik? Das scheint niemand zu verstehen. „Deutschland sucht den Superstar“ soll Volksverdummung sein? Mag sein, aber was bitte ist dann das Dschungelcamp? Alte und abgefrackte Promischabracken essen vor laufender Kamera Känguruhoden und Maden, um sich nur für einen kurzen Moment an die Öffentlichkeit zu kämpfen, während sie sich nachts, vor dem Einschlafen, über ihre Berge von Schulden unterhalten?

Doch damit nicht genug: „Das Dschungelcamp ist harmlos und tut niemandem weh. Die Menschen, die da mitmachen, sind Profis und wissen, was sie tun.“ Im Gegensatz dazu werde bei DSDS Teenagern Hoffnung gemacht, „und dann sitzen sie danach doch wieder bei Aldi an der Kasse.“ Spricht nicht aus diesen Aussagen eindeutig der Neid hervor? Ich meine, immerhin würden es die Superstars-Kandidaten nach dem Ende jeder Staffel schaffen, an der Kasse von Aldi eine Anstellung zu finden. Die Teilnehmer des Dschungelcamps könnten jedoch bestenfalls als abschreckende Dekoration neben den Regalen mit dem Alkohol, Make-Up und Süßwaren fungieren.

Schade ist im Übrigen auch, dass sich der in der Star-Nahrungskette ziemlich weit unten stehende Dirk für seine harsche Kritik eine Sendung auf RTL ausgesucht hat, dem gleichen Kanal, auf dem auch das Dschungelcamp ausgestrahlt wird. Immerhin schimpft er damit über einen absoluten Quotenrenner, dessen parallele Sendezeit zu „Wetten, dass…?“ neulich sogar als „Kampf der Giganten“ bezeichnet wurde. Vielleicht wird die Moderatonne… Verzeihung, ich meine, der Moderator Dirk Bach durch diese Sendung selbst zum C-Promi. Sollte er also in der kommenden Ausgabe des Dschungelcamps selbst zwischen Spinnen, Schleim und animalischem Kot durch die Wälder Australiens kriechen, wissen wir, warum. Hoffen wir das Beste!

Beste Grüße, auch an Aldi,
Flo





Das ganze Leben ist eine Wette …

4 03 2009

Wird er oder wird er nicht, und wenn er wird, wie lange hält es dann? Geht es auseinander oder ist die jetzige Maßnahme für immer? Und von wem spreche ich überhaupt?

Die Rede ist von keinem anderen als Ex-Tennisstar Boris Becker, der sich mit gekonnt eingesetzter PR am vergangenen Wochenende in den Fokus der Öffentlichkeit stellte. Zur besten Sendezeit gaben er und seine derzeitige Freundin Lilly Kerssenberg auf der Couch der Sendung „Wetten, dass…?“ ihre bis dato geheimen Hochzeitspläne bekannt. Kurze Frage: Trauen sie sich oder trauen sie sich nicht? Top, die Wette gilt!

Obwohl Verlobungen, Hochzeiten und wechselnde Partnerschaften im Leben des Wimbleton-Siegers keine Seltenheit darstellen, staunt nun ein ganzes Volk. Immerhin hatten sich Boris und Lilly, die schon vor einiger Zeit miteinander liiert waren, vor der Blitzverlobung mit Sandy Meyer-Wölden getrennt. Das war selbstverständlich nach Barbara Becker, Angela Ermakova, Sabrina Setlur und Caroline Rocher. Hab’ ich jemanden vergessen? Bitte melden! Dass Becker hier selbst den Überblick behält, ist ein echtes Wunder. Fragen wir doch ruhig nach: Behält er den Überblick oder behält er ihn nicht? Top, die Wette gilt!

Noch größer ist allerdings das Erstaunen, betrachtet man sich Lilly Kerssenberg einmal genauer. Gut, Beckers Beuteschema scheint einmal mehr zuzutreffen. Jedoch gab der blonde Vierziger erst kürzlich in einem Interview zu, dass er sich mehr zu molligeren Frauen hingezogen fühlt. „Ich bin jemand, der gerne etwas Fleisch an der Frau sieht“, sagte er gegenüber der Gala. Glückwunsch, Boris, dann viel Spaß beim Suchen. Eine kurze Frage: Wird er das Fleisch an Lilly Kerssenberg finden? Top, die Wette gilt.

Wie sagte Boris einst, nach der ersten Trennung von Lilly, kurz vor seinem 40. Geburtstag? „Jetzt könnte ich mir etwas mit einer kleinen, dicken, rothaarigen vorstellen.“ Danach kam Sandy Meyer-Wölden: Groß, schlank, blond. Frage: Ist Boris blind und taub? Top, die Wette gilt!

Wenige Zeit später, nach der Blitzverlobung mit Sandy, stand dann Lilly erneut auf dem Plan. Zufall? Das wird sich zeigen. „Ich kann verstehen, dass es auf einige Leute einen komischen Eindruck macht, aber wir sind auch nur Menschen“, sagte Becker nach der Verkündung der Hochzeitspläne in einem Interview. Da hat er sogar recht. Immerhin besteht in Deutschland noch immer eine Trennungsrate von rund 50 Prozent, da bleiben auch die vielfältigen Liebesbeziehungen eines Promis wie Boris Becker nicht verschont. Zumindest scheint das Niveau von Beckers Liebesbekundungen schon gewachsen zu sein: Aus dem Besenkammeralter ist Boris nun endgültig heraus. Ähm… Frage: Ist er oder ist er nicht? Top, die Wette gilt!

Und in Thomas Gottschalk’s Sendung schließt sich der Kreis. Bleibt noch eine Frage offen: Werden Lilly und Boris zum glücklichen Ehepaar? Oder geht die Beziehung nach kurzer Zeit in die Brüche und wird diese Romanze nur eine von vielen im Leben des Schlägerschwingers? Ich sage: Top, die Wette gilt!

Fröhliches Heiraten!
Es grüßt
Flo





Wo man singt…?

1 03 2009

Zugegeben, nahezu keinen Mitbewohner unserer Gesellschaft lässt es kalt, was gerade mit der globalen Wirtschaft geschieht. Verzockte Unsummen, Aktienzusammenbrüche und Schulden in galaktischer Höhe gab es zwar in der Vergangenheit schon, doch dass die Rezession auch ein relativ stabiles Land wie unseres so schnell einholen kann, schien vielen fragwürdig.

Dass viele das Geschehen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene kritisieren und anfechten, mag sein. Doch wo manch Rebellierender die Quellen seiner Macht findet, ist äußerst interessant.

kurve-fertig… Dax oder Stimmungskurve?

Sonnabend, 28. Februar 2009, 14 Uhr, Dresden, Prager Straße. Wenige Meter neben einem Schmuckladen ist ohrenbetäubendes Geplärre zu vernehmen, welches meine Shoppinglaune in den Keller rutschen lässt. Keinesfalls schlechter Gesang, nein, opernähnlicher Trällereien. Wäre ich der Besitzer des Schmuckladens, ich hätte Angst um meine Fensterscheiben. Woher die Lieder kommen, wird mir bei näherem Hinsehen klar: Zwei leinenberockte, ökomok anmutende Damen mittleren Alters stehen an der Hausfassade und singen sich die Seele aus dem Leib. Auf dem Tischchen neben ihnen, fein säuberlich drapiert, Schilder, die zur Rettung des Finanzsystems aufrufen.

Schnell bin ich geflohen, um das ewige „Lalalalala“ dieser mehr oder minder stillen Demonstration nicht weiterhin auf mich wirken lassen zu müssen, doch erst später wurde mir klar, was ich da eben gesehen (gehört) hatte. Eines muss ich sagen: Managergehälter, Konjunkturpakete und Börsencrash hin oder her, aber wenn die Zukunft unseres Finanzsystems vom Geplärre dieser grün angehauchten Mittvierziger abhängt, sehe ich schwarz.

Natürlich, werden Sie jetzt sagen, jeder kann doch seinen Teil zur Gesellschaft beitragen. Ja, sage ich, aber fraglich ist, in welches Puzzle dieses Teil passen soll. Obwohl, ich komme immer wieder gern darauf: Auch Michael Hirte, der Sieger der letzten Staffel der TV-Serie „Das Supertalent“ hat als Straßenmusiker begonnen uns ist irgendwann im Starolymp gelandet. Wann also unsere begnadeten Sängerinnen so weitermachen, wird Peer Steinbrück seinen Platz wahrscheinlich bald räumen müssen…

Es grüßt
Flo





Deutschland’s Superstar: „Who cares?“

28 02 2009

Am heutigen Abend geht es endlich los: Nach langem Warten, etlichen Castings mit unzähligen Trotteln und mehreren Recalls beginnt nun der stimmgewaltigste Teil der neuen Staffel „Deutschland sucht den Superstar“, von Liebhabern kurz als „DSDS“ bezeichnet. Nachdem das des Fremdschämens gierige Publikum in den letzten Wochen einige Pleiten, Jurystreitereien, einen Angriff auf Dieter Bohlen „himself“ und die Wiederkehr einiger Idioten vom Fach (allen voran Menderez Baci) erleben durften, finden sich die besten Sängerinnen und Sänger am heutigen Abend zusammen, um mit Coversongs und wilden Auftritten die wählenden Zuschauer von ihrem stimmlichen Talent zu überzeugen.

So weit, so gut. Blickt man jedoch im Geiste auf die ersten Sendungen der aktuellen Staffel zurück, so wird die Show nun verhältnismäßig langweilig. Immerhin scheinen sogar die Betreiber der größten DSDS-Fanseite im Internet erkannt zu haben, worum es in dieser Show wirklich geht.

Es sind einige schöne Lieder dabei. Das Dominik Büchele einen Song von James Blunt singt ist keine große Überraschung. Auch Vanessa Neigert bleibt ihrem Stil treu und singt einen deutschen Schlager. Nachdem dann das letzte Leid gehört wurde, können die Zuschauer per Telefonvoting bestimmen, welche 5 Kandidaten in die Mottoshows kommen. Die weiteren 5 DSDS-Kandidaten wählen dann die Juroren von DSDS. [Quelle: www.dsds-news.de]

Da steht es, schwarz auf weiß: „Nachdem das letzte Leid gehört wurde […]“. Auch wenn es sich hierbei möglicherweise um einen versehentlichen Tippfehler handelt, so geht doch ein Funken Wahrheit daraus hervor. Immerhin gibt es in Deutschlands größter Castingshow nichts, was es nicht gibt: Ein totes Familienmitglied jagt das nächste, gefolgt von grippalen Infekten mit den Ausmaßen einer Atombombenexplosion. Am Ende versuchen dann selbst die härtesten Typen, sich ein kleines Tränchen abzudrücken, wenn nicht jeder Ton sitzt.

„Who cares?“ ist die einzige offene Frage. Wen interessiert es schon, wenn Dominik Büchele oder Vanessa Neigert weinen? Wenn sich zwischendurch auch kleine Misserfolge in das Leben der neuen „Superstars“ mischen, rechtfertigt das nicht den Versuch, sich mit Tränen und Geschrei zurück an die Oberfläche zu kämpfen. Außerdem, wollen wir doch ehrlich sein, steht der neue Superstar sowieso schon lange fest. BILD-Leser wissen eben mehr.

Schauen sie sich folgenden Montage aus zwei Screenshots an, die vor einiger Zeit von der Internetseite der BILD machte:

Und nun vergleichen Sie die angedeutete Kopfsilhouette des neuen Superstars „2009“ im Zeitstrahl mit der von Bohlen-Liebling Marc Jentzen im Foto. Verwundert? Ich nicht. Um das gleich noch einmal klarzustellen: Ich bin kein großer Fan von Verschwörungstheorien, doch dieses regt mich etwas zum Nachdenken an. Erinnern wir uns dazu noch einmal an das Finale der letzten Staffel „Das Supertalent“, in welcher Dieter Bohlen ebenfalls den Jury-Vorsitz in der Hand hielt. Damals war Michael Hirte, der spätere Sieger, der einzige, dessen Auftritt mit Feuerwerk illuminiert wurde. Seltsam?

Und nun: Zum Abschluss dieser Gedanken noch einmal alle zusammen:
„Who cares?“

Es grüßt alle Leser
Flo





Knecht Ruprecht greift zum Alkohol

27 02 2009

Heute widme ich mich, Sie, treuer Leser, werden es mir verzeihen, einem äußerst abgelatschten Thema. Zugegeben, obwohl es schon seit gefühlten Ewigkeiten aus den Federn von Journalisten, Bloggern und Co. fließt, gewinnt es doch in jedem neuen Jahr an Aktualität.

Die Rede ist von den Osterhasen aus Schokolade. Schon vor einigen Wochen, noch vor der eigentlichen Faschingszeit, wurden die ersten Osterprodukte in die Regale meines Stammsupermarktes geräumt. Anfänglich fand sich nur eine kleine Produktpalette, doch mittlerweile ist aus der kleinen Hasenfamilie ein Clan mit radikaler Mehrheit geworden. Wenn ich mir die Regale mit goldenen Hasen, bunten Eiern und hübsch verpackten Küken aus Schokolade anschaue, drängt sich mir immer wieder eine Frage auf: Warum so früh? Würde es nicht völlig ausreichen, die Waren zwei Wochen vor dem Osterfest in die Regale zu stellen?

Doch, bevor ich mich nun wieder darüber auslasse, was in unserer Wirtschaft alles aus der Bahn geraten ist und wie sehr dieses verfrühte Verkaufen der Festtagsware jeglichen Sinn für das besondere zerstört, möchte ich meinen Gedanken in einem Gedicht Ausdruck verleihen. Wie wäre es mit dem bekannten Nikolausgedicht und der Idee, dass man mit dem Verkauf der Osterhasen noch früher, nämlich direkt nach den Weihnachtsfeiertagen, beginnen könnte? In der heutigen Wirtschaft scheint alles möglich zu sein. Also los:

Von draußen, vom Walde komm ich her,
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr.
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Eier blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen ein Hase hervor.

Und wie ich strolch’ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „jetzt aber Marsch,
nimm deine Geschenke und komm aus dem Arsch!
Das war’s jetzt mit der Weihnachtszeit,
die Eier stehen schon bereit.
Alt und Jung sollen nun
die Osternester suchen tun.
Und morgen flieg ich hinab zur Erden;
Denn hier oben soll’s wieder kälter werden.“

Ich sprach: „Oh, lieber Osterhas,
komm, sag mir doch: Was soll denn das?
Die Marktwirtschaft, oh welch ein Graus,
treibt uns sogar die Weihnacht aus!“

„Sag, wo hast du denn Sack versteckt?“
Ich sprach: „Den hab ich abgelegt,
denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
isst zu Ostern keiner gern.“

„Hast du die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier.
Doch in der Osterzeit, was soll’s,
Nehm ich sie als Feuerholz!“

Der Hase sprach: „So ist es recht,
nun geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von draußen, vom Walde komm ich her,
mich will zu Ostern keiner mehr.
Nun sprecht, was das noch werden soll!
Ich greif deshalb zum Alkohol.

Fröhliche Ostern!
Es grüßt
Flo